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Steuerpflicht

Wer in Deutschland wohnt, unterliegt der deutschen Einkommensteuer. Dies bedeutet, dass er sein Einkommen nach deutschem Steuerrecht besteuern muss. Wenn ein Steuerpflichtiger dieser Steuerpflicht nicht nachkommt, indem er dem Finanzamt die relevanten steuerlichen Fakten nicht oder nicht vollständig zur Verfügung stellt, begeht er Steuerhinterziehung. Jeder, der davon weiß, kann es den zuständigen Behörden melden (namentlich oder anonym).

Was ist eine Steuerhinterziehung?

Steuerhinterziehung ist ein Steuerverbrechen, das je nach Höhe der Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe führen kann. Diese Sanktionen sind wie folgt gestaffelt:

  • Bis zu 50.000 Euro: zusätzliche Steuer, Geldstrafe plus 6% Ausweichzinsen.
  • Ab 50.000 Euro: Zusätzlich eine Haftstrafe, die durch die Bezahlung einer zusätzlichen Leistung vermieden werden kann.
  • Für mehr als 100.000 Euro: Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren (mit Bewährung), in schweren Fällen bis zu 10 Jahren.
  • Eine Million Dollar Strafe wird in der Regel für die Flucht verhängt.

Wenn Sie selbst Steuern umgangen haben oder dies versucht haben, können Sie eine Strafe mit einer Ausnahme von der freiwilligen Offenlegung bis zu einem Umgehungsvolumen von 25.000 Euro vermeiden. Wenn das Ausweichvolumen höher ist, können Sie eine Strafverfolgung nur verhindern, wenn Sie zusätzlich zur freiwilligen Erklärung einen Aufpreis zahlen. Voraussetzung für die freiwillige Offenlegung ist, dass die Steuerbehörden die Flucht noch nicht entdeckt haben.

Da Steuerhinterziehung für die breite Öffentlichkeit schädlich ist, sollte die Verfolgung von Steuerdelikten im Interesse aller Bürger liegen. Dies schließt die Meldung von Steuerhinterziehung ein, von der Sie wissen. Viele zögern jedoch, eine Beschwerde einzureichen, weil sie befürchten, von Steuerermittlern (oder der Öffentlichkeit) angegriffen zu werden. Oder sie haben Angst vor der “Rache” des Täters. In diesen Fällen ist es möglich, Steuerhinterziehung anonym dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Steuerhinterziehung anonym melden

Bei Verdacht auf Steuerhinterziehung kann jeder Bürger eine anonyme Beschwerde bei den Steuerbehörden einreichen. Dazu reicht es nicht aus, nur einen bestimmten Namen mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung in Verbindung zu bringen. Im Gegenteil, bestimmte Informationen sind auch für anonyme Berichte erforderlich.

Grundsätzlich gilt: Je genauer die Hinweise sind, die Sie geben können, desto schneller und schneller beginnt die Steueruntersuchung.

Welche Angaben muss man machen?

  • Namen und Adressen der beteiligten Personen
  • Art und Weise der Hinterziehung (zum Beispiel Schwarzarbeit, falsche Rechnungen)
  • Zeitraum der Hinterziehung
  • beweiskräftige Unterlagen oder Nennung von Zeugen
  • evtl. Steuererklärung, auf die sich der Vorwurf der Hinterziehung bezieht

Hinweis: Die Finanzämter müssen jedem Hinweis auf Steuerhinterziehung nachgehen, wenn dieser glaubwürdig erscheint. Dazu wird zunächst die beschuldigte Person allgemein überprüft, zum Beispiel anhand ihrer bisherigen Steuererklärungen. Allerdings messen die Finanzbehörden den namentlichen Meldungen eine größere Bedeutung zu als anonymen Melden, denn bei namentlichen Meldungen können die Ermittler Rückfragen stellen und die Strafverfolgung somit beschleunigen und verbessern.

Wie funktioniert die Anzeige beim Finanzamt

Besuchen Sie einfach die Website der jeweiligen staatlichen Steuerverwaltung oder der Finanzverwaltung Ihres Landes. Dort finden Sie nicht nur wichtige Informationen zur Anzeige von Steuerhinterziehung, sondern in vielen Fällen auch ein vorbereitetes Formular, mit dem Sie eine steuerliche Angelegenheit anonym melden können. Je nach Behörde kann das Formular online oder zuerst gedruckt und dann ausgefüllt werden.

Wenn Sie in einem Bundesland leben, dessen Finanzverwaltung kein Online-Formular zur Meldung von Steuerdelikten anbietet, können Sie die relevanten Informationen (siehe oben) auch in einem anderen Formular melden. Steuerkriminalfälle können immer informell angezeigt werden.

Stellen Sie sicher, dass Sie so viele spezifische Informationen wie möglich bereitstellen! Es ist auch wichtig, dass Sie das Problem immer dem zuständigen Finanzamt melden. Im Zweifelsfall finden Sie es einfach über die Online-Suche beim Finanzamt des Bundeszentralen Finanzamtes.

Was passiert bei Falschmeldungen?

Wer anonym ein Steuerverbrechen meldet, ohne Rückschlüsse auf seine Identität ziehen zu können, kann nicht wegen falscher Meldung strafrechtlich verfolgt werden. Aber auch wenn kriminelle Steuerfälle keine geringfügigen Straftaten sind, sollte ein falscher Verdacht nicht übersehen werden. Es ist unbedingt zu warnen, dass keine falschen Berichte eingereicht werden, z. B. um “jemanden anzuschmieren”. Dies ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern kostet den Staat (und damit jeden Steuerzahler) auch viel Geld für unnötige Untersuchungen der Steueruntersuchung.

Darüber hinaus müssen Sie sich darüber im Klaren sein, wenn Sie wissentlich eine Person eines Steuerverbrechens verdächtigen oder ein solches Steuerverbrechen vortäuschen und dem Finanzbeamten absichtlich falsche Informationen melden, begehen Sie selbst ein Verbrechen!

Wie erkennt man Steuerhinterziehung?

Der Nachweis einer Steuerhinterziehung kann Folgendes umfassen: B. Sein:

  • Lebensstil, Wohlstand und Einkommen gehören nicht zusammen,
  • private Ausgaben werden in den Einsatzbereich verlagert,
  • Nicht angemeldete Arbeit,
  • “Strohleute” werden als Geschäftsinhaber, Geschäftsführer, Käufer, Verkäufer und andere verwendet. aussteigen.

Worauf sollte ich bei der Meldung von Steuerhinterziehung achten?

Die Steuerbehörden sind gesetzlich verpflichtet, einen Bericht zu untersuchen, wenn er ausreichende Beweise für eine Steuerstraftat enthält. Um diese Angaben zu erhalten, müssen die Informationen wahr und so genau wie möglich sein. Sie müssen auch überprüfbare Details enthalten. Die bloße Behauptung, jemand habe sich den Steuern entzogen, reicht nicht aus! Folgende Informationen sind daher für die Weiterverarbeitung Ihrer Werbung wichtig:

  • Wer ist ausgewichen? Bitte geben Sie die Namen und Adressen der an der Flucht Beteiligten an.
  • Wie wurden Steuern umgangen? Bitte beschreiben Sie die Fakten so genau wie möglich.
  • Wann wurde umgangen? Bitte geben Sie den Zeitraum an.
  • Welche Zeugen oder Beweise können Sie vorlegen?
  • Welche Dokumente können Sie bereitstellen?

Bei Steuerhinterziehung (oder einem Versuch, dies zu tun) wird davon ausgegangen, dass das Finanzamt eine falsche Steuererklärung eingereicht hat oder dass die Frist für die Einreichung der Steuererklärung abgelaufen ist. Steuerhinterziehung hat möglicherweise noch nie zuvor stattgefunden. Dies bedeutet, dass die Steuerbehörden im laufenden Jahr in der Regel noch keine Möglichkeit haben, Angelegenheiten zu untersuchen, es sei denn, die Umsatzsteuer- oder Lohnerklärungen sind falsch oder unvollständig.

Natürlich können Sie auch Informationen zum aktuellen Jahr bereitstellen. Diese können dann in nachfolgenden Prüfungen verwendet werden.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund des Steuergeheimnisses (§ 30 AO) keine Angaben zum Fortgang der Untersuchung gemacht werden können. Jede Ermittlungsmaßnahme wird im Allgemeinen diskret und ohne Wissen der Öffentlichkeit durchgeführt.

Geht das Finanzamt auch einer anonymen Anzeige nach?

Ja. Anzeigen mit Namen sind jedoch im Allgemeinen wichtiger, da sie Abfragen ermöglichen.

Mit einer Anzeige setzen Sie sich für mehr Steuergerechtigkeit ein. Denken Sie jedoch daran, dass Sie ein Verbrechen begehen, wenn Sie wissentlich eine Person verdächtigen oder wenn ein Verbrechen gefälscht wird.

Wohin soll ich meine Anzeige richten?

Bitte richten Sie Ihre Anzeige direkt an die für den Sachverhalt örtlich zuständige Steuerfahndungsstelle.